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| Newsgroup de.comp.hardware.netzwerke.misc Verkabeln, Vernetzen, Verschalten. |
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#1
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Hallo,
seit einiger Zeit bin ich Besitzer des im Betreff genannten Geräts. Wer es nicht kennt, kann sich hier schlau machen: <http://www.horstbox.biz/>. Es handelt sich um ein als Fritzbox-Konkurrent (daher vermutlich der merkwürdige Name) gedachtes Kombigerät aus einem ADSL2+-Modem, einem Router mit 4-Port Switch und 54 MBit/s-WLAN und einer Telefonanlage, die analoge und ISDN-Anschlüsse sowie VoIP-Telefonie unterstützt. Neben 2 Anschlüssen für analoge Nebenstellen verfügt die Horstbox über einen internen S0-Bus, an den sich bis zu 4 ISDN-Geräte anschließen lassen. Außerdem gibt es 2 USB 2.0-Ports zum Anschluss von Druckern oder Massenspeichern wie z. B. USB-Sticks oder externen Festplatten. Mit der Außenwelt verbindet sich die Horstbox über DSL (ADSL2+ mit bis zu 24 MBit/s) sowie über einen analogen oder ISDN-Telefonanschluss. All das hört sich erst einmal sehr schön an. Leider habe ich aber mit der Kiste so viele Probleme, dass ich trotz des günstigen Preises von einem Kauf eigentlich nur abraten kann. Hier trifft auch das so häufig strapazierte "you get what you pay for" ausnahmsweise mal zu. Allerdings habe ich das Teil gebraucht gekauft und habe daher deutlich weniger als 50 Euro bezahlt. Für die Funktionen der Horstbox, die man einigermaßen störungsfrei nutzen kann, war der Preis angemessen. Die wenigsten Mängel zeigten sich beim ADSL-Modem und beim Router-Teil. Beide verrichten ihren Dienst erwartungsgemäß. Die DSL-Verbindung ist stabil und liefert einen zufriedenstellenden Datendurchsatz, das Modem ist also brauchbar. Beim Router hätte ich mir ein paar mehr Konfigurationsmöglichkeiten gewünscht, aber die Grundfunktionen für die Einrichtung eines (Heim-)Netzwerks und dessen Verbindung mit dem Internet sind vorhanden. Die Einrichtung ist relativ einfach und selbsterklärend, also weitgehend DAU-sicher. WLAN-Reichweite und -Datendurchsatz sind eher durchschnittlich, außerdem handelt es sich um das schon ein wenig aus der Mode gekommene 54 MBit/s-WLAN. Naja, für 50 Euro darf man keinen 802.11n-Accesspoint erwarten. Immerhin werden aktuelle Verschlüsselungsstandards unterstützt. Router und Modem arbeiten stabil, auch bei hoher Last gibt es keine Abstürze o. ä. Der Telefonieteil ist dagegen nur mit Einschränkungen zu gebrauchen. Die Grundfunktionen "Ein- und ausgehende Intern- und Externgespräche" beherrscht die Horstbox zwar, und zwar sowohl analog, als auch über ISDN und VoIP. Der Hersteller verspricht aber mehr, und davon funktioniert einiges nicht richtig bzw. nur unter optimalen Bedingungen. Ich habe folgende Mängel festgestellt: 1. Manche ISDN-Leistungsmerkmale lassen sich mit der Horstbox zumindest an meinem Alice-ISDN-Anschluss nicht richtig steuern. Beispielsweise wird der Versuch, gemäß Handbuch eine Anrufweiterschaltung in der Vermittlungsstelle einzurichten (mit der bekannten Ziffernfolge *21*<Zielrufnummer>#), mit einer Fehlermeldung quittiert und es wird keine Umleitung eingerichtet. Am Anschluss kann es nicht liegen, denn mit anderen ISDN-Endgeräten funktioniert alles. 2. Die Box beherrscht den Keypad-Mode nicht, bzw. dieser wird mit keinem Sterbenswörtchen im Handbuch erwähnt. Für das Einrichten der Anrufweiterschaltung ist der Keypad-Mode auch nicht nötig, aber andere Funktionen benötigen ihn. Da die Box aber Steuercodes wie "*", "#" und Flash grundsätzlich abfängt (auch bei einer bereits bestehenden externen Verbindung) und nicht an die Vermittlungsstelle weitergibt, lassen sich Funktionen der Vermittlungsstelle, die diese Codes benötigen, nicht steuern. 3. Der VoIP-Teil ist sehr lieblos umgesetzt. Quality of Service funktioniert ganz schlecht, d. h. bei parallelen Down- oder Uploads sind keine VoIP-Gespräche mehr möglich. Die Box bietet auch nur sehr spärliche QoS-Einstellmöglichkeiten, die auch im Handbuch nicht oder nicht ausreichend erklärt werden. Damit kann man die VoIP-Funktionen der Box weitgehend vergessen. Auch bei den automatischen Wahlregeln gibt es Einschränkungen. Man kann das Routing zwar über Wahlregeln beeinflussen, aber es gibt dabei nur eine pauschale Auswahl zwischen VoIP und Festnetz. Obwohl die Box das Einrichten mehrerer VoIP-Accounts erlaubt, kann man nicht per Wahlregel einen bestimmten VoIP-Account auswählen. Ich konnte leider noch nicht prüfen, welcher VoIP-Account benutzt wird, wenn eine Nummer per Wahlregel über VoIP geroutet wird. Ich nehme an, es ist der erste. 4. Die Horstbox legt auch beim Telefonieren übers Festnetz nach dem Wählen eine ca. 5 Sekunden lange Kunstpause ein, bevor sie eine Verbindung aufbaut. Bei VoIP könnte ich das ja noch verstehen, aber bei Gesprächen über den analogen Anschluss bzw. über ISDN stört mich dieses Verhalten. Zwar kann man die Wahlpause durch Nachwählen von "#" verkürzen, das ist aber recht umständlich. 5. Sonderzeichen wie "*" oder "#" lassen sich nicht im Kurzwahlspeicher ablegen. Dadurch ist es nicht möglich, Telefonie-Leistungsmerkmale per Kurzwahl zu steuern oder die unter 4. genannte Kunstpause wenigstens beim Wählen aus dem Kurzwahlspeicher mittels nachgestelltem "#" abzukürzen. 6. Die voreingestellte automatische Amtsholung lässt sich nicht deaktivieren. Für Interngespräche müssen jedes Mal zwei Sternchen vorgewählt werden, das ist umständlich. 7. Auch die aktuellste Firmware (Embedded Linux, aktuelle Firmware-Version 2.09.1) weist noch jede Menge Fehler auf, als da wären: a) das nicht funktionierende QoS, siehe oben. b) Manchmal wird die Verbindung zum SIP-Server ohne ersichtlichen Grund getrennt und nicht wieder aufgebaut. c) Manchmal hakt die Firmware. Die Box funktioniert dann zwar noch, aber es lassen sich keine Änderungen an der Konfiguration mehr vornehmen. Jeder Versuch, eine geänderte Einstellung zu speichern, wird mit der nichtssagenden Fehlermeldung "Allgemeiner Systemfehler" quittiert. Ein Soft-Reset der Box behebt das Problem, allerdings nur für eine Weile. Der Fehler tritt meistens in Verbindung mit Punkt b) auf. Ich werde versuchen, das mal zu reproduzieren. d) Über das Web-Interface lässt sich nur ein Bruchteil der Funktionen der Box konfigurieren. Zwar ist das weitgehend DAU-sicher, aber D-Link hat auch wichtige Einstellungen wie z. B. komplexere Filterregeln oder QoS-Einstellungen aus dem Web-Interface verbannt. Man ist zur Konfiguration dieser Funktionen auf das Telnet- bzw. SSH-Interface angewiesen. Das aber bringt weitere Probleme mit sich: e) Der Telnet-/SSH-Zugang funktioniert nur so lange, wie das werksseitige Default-Passwort der Box nicht geändert wird. Ändert man das Passwort, kommt man nur noch auf das die Web-Interface der Box, ein Telnet- oder SSH-Zugriff ist dann nicht mehr möglich. Leider bietet das Web-Interface nur sehr bescheidene Einstellmöglichkeiten. f) Das Telnet-Interface ist überhaupt nicht benutzerfreundlich und wird auch im Handbuch nicht erklärt. Jede klitzekleine Änderung an den Einstellungen artet in eine kryptische Kommandozeilen-Orgie aus. Man muss sich sämtliche Infos dazu aus dem Netz zusammenklauben. In dieser Hinsicht bin ich von Zyxel-Routern sehr verwöhnt, deren Telnet-Interface sich sehr intuitiv bedienen lässt. Auch die beiden USB-Anschlüsse sind nur mit Einschränkungen zu gebrauchen. Ich habe einen davon mit einem USB-Stick bestückt, der direkt am Rechner angeschlossen mit einem durchaus brauchbaren Datendurchsatz aufwarten kann. An der Box ist die Schreib-/Lesegeschwindigkeit jedoch schnarchlangsam. Das gilt besonders dann, wenn man einen Download aus dem Internet direkt auf einem an der Box angeschlossenen Speichermedium ablegen will. Offenbar lastet der Traffic auf dem Internetzugang die Box derart aus, dass für andere Aufgaben wie z. B. das Schreiben auf dem USB-Anschluss kaum noch CPU-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Fazit: die Horstbox hält nur einen Teil dessen, was der Hersteller verspricht. Modem und Router sind in weitgehend Ordnung (wenn man mal von den bescheidenen Einstellmöglichkeiten absieht), WLAN geht so la la. Der Telefonieteil patzt jedoch bei wichtigen Funktionen und vor allem bei VoIP, so dass man ihn m. E. eigentlich vergessen kann. Der Fritzbox 7170, deren Konkurrent die Horstbox sein will, kann sie jedenfalls nach meiner Erfahrung das Wasser nicht einmal entfernt reichen. Ob für ein solches Gerät 50 Euro ein angemessener Preis sind, muss jeder für sich entscheiden. Immerhin kosten reine ADSL2+-Modemrouter mit WLAN in der Regel schon mehr als 50 Euro. Nichtsdestotrotz erwartet der Kunde speziell bei einem Produkt eines nicht ganz namenlosen Herstellers, dass alle versprochenen Funktionen ohne Einschränkungen genutzt werden können. Die Horstbox enttäuscht in dieser Hinsicht. Den D-Link-Support habe ich übrigens über all das bereits vor einigen Wochen informiert. Eine brauchbare Rückmeldung habe ich jedoch bis heute nicht erhalten. Offenbar ist man auch dort mit den Wehwehchen der Horstbox überfordert. Auch das könnte ein Grund sein, vom Kauf des Geräts abzusehen. Ich werde jetzt noch auf die Antwort des D-Link-Supports und ggf. auf ein Firmware-Update warten. Wenn die Fehler dann nicht behoben sind, werde ich das für die Box gezahlte Geld wohl als Lehrgeld abschreiben müssen. Glücklicherweise benötige ich die Telefoniefunktionen der Box derzeit nicht, ich benutze sie nur als Modemrouter. Wenigstens das funktioniert einigermaßen. xpost de.comm.internet.telefonie, de.comm.technik.dsl, de.comp.hardware.netzwerke.misc fup2 de.comp.hardware.netzwerke.misc Gruß Michael |
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#2
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Michael Landenberger schrieb am 12.09.2009 21:26:
.... > seit einiger Zeit bin ich Besitzer des im Betreff genannten Geräts. Wer > es nicht kennt, kann sich hier schlau machen: > <http://www.horstbox.biz/>. Es handelt sich um ein als > Fritzbox-Konkurrent (daher vermutlich der merkwürdige Name) gedachtes > Kombigerät aus einem ADSL2+-Modem, einem Router mit 4-Port Switch und 54 > MBit/s-WLAN und einer Telefonanlage, die analoge und ISDN-Anschlüsse > sowie VoIP-Telefonie unterstützt. Neben 2 Anschlüssen für analoge > Nebenstellen verfügt die Horstbox über einen internen S0-Bus, an den > sich bis zu 4 ISDN-Geräte anschließen lassen. Außerdem gibt es 2 USB > 2.0-Ports ... .... > Leider habe ich aber mit > der Kiste so viele Probleme, dass ich trotz des günstigen Preises von > einem Kauf eigentlich nur abraten kann. Hier trifft auch das so häufig > strapazierte "you get what you pay for" ausnahmsweise mal zu. Warum sollte es nicht? Du hast bei einem Gerät, was neu für unter 80 Eur erhältlich, ist einen ähnlich guten Funktionsumfang, wie bei der auch nicht als problemlos bekannten Fritzbox zum, ja nach Vergleichsmodell 1,6 bis >2fachen Preis, erwartet? Nicht wirklich? .... > Die wenigsten Mängel zeigten sich beim ADSL-Modem und beim Router-Teil. .... > Der Telefonieteil ist dagegen nur mit Einschränkungen zu gebrauchen. .... > 1. Manche ISDN-Leistungsmerkmale lassen sich ... nicht richtig steuern. .... > 2. Die Box beherrscht den Keypad-Mode nicht. .... > 3. Der VoIP-Teil ist sehr lieblos umgesetzt. Quality of Service > funktioniert ganz schlecht, d. h. bei parallelen Down- oder Uploads sind > keine VoIP-Gespräche mehr möglich. Das ist wenn man VoIP nutzen möchte natürlich eine Tonne oder nicht nicht-Tonne Frage, .... > 4. Die Horstbox legt auch beim Telefonieren übers Festnetz nach dem > Wählen eine ca. 5 Sekunden lange Kunstpause ein, bevor sie eine > Verbindung aufbaut. .... > 5. Sonderzeichen wie "*" oder "#" lassen sich nicht im Kurzwahlspeicher > ablegen. .... > 6. Die voreingestellte automatische Amtsholung lässt sich nicht > deaktivieren. Für Interngespräche müssen jedes Mal zwei Sternchen > vorgewählt werden, das ist umständlich. .... > 7. Auch die aktuellste Firmware...weist noch jede Menge Fehler auf .... Gütiger... na dann hoffe ich für dich und dein Freizeitbudget, dass das der D-Link Support für dich alles und natürlich kostenfrei behebt. Ich habe vor wenigen Jahren einen anderen Weg gewählt, den du vermutlich nicht gehen möchtest. Bis auf ein Codec Problem mit G.728-40/G.728-24 (nur mit diesen, z.B. G.728-32 und selbst G.729 funktionieren hervorragend) keinerlei Probleme, extrem stabil und ein Feature Monster: https://www.lancom-systems.de/LANCOM...oIP.438.0.html QoS z.B. funktioniert richtig gut, da träumen andere wohl nur davon. Ob alle deine o.a. zahlreichen Wünsche funktionieren würden, weiß ich nicht. Ja genau, der hat ja nicht mal WLAN. Thomas ;-) |
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#3
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"Thomas Einzel" <Usenet-2009*einzel.de> schrieb:
> Das ist wenn man VoIP nutzen möchte natürlich eine Tonne oder > nicht nicht-Tonne Frage, Dann ist es ja gut, dass ich VoIP nicht wirklich brauche. > Ich habe vor wenigen Jahren einen anderen Weg gewählt, den du > vermutlich nicht gehen möchtest. Bis auf ein Codec Problem mit > G.728-40/G.728-24 (nur mit diesen, z.B. G.728-32 und selbst G.729 > funktionieren hervorragend) keinerlei Probleme, extrem stabil > und ein Feature Monster: > https://www.lancom-systems.de/LANCOM...oIP.438.0.html > QoS z.B. funktioniert richtig gut, da träumen andere wohl nur > davon. Ob alle deine o.a. zahlreichen Wünsche funktionieren > würden, weiß ich nicht. Ich nutze ganz unabhängig von G.irgendwas und irgendwelcher aufwendiger VoIP-Hardware seit Jahren einen echten, konventionellen ISDN-Anschluss. Für den brauche ich kein "Featuremonster" und auch kein QoS. In meinem Fall tut's eine gebrauchte AVM Fritz!X ISDN-Telefonanlage, zu haben für 20 Euro bei ebay. Die Kiste rennt wie Schmidts Katze und macht Null Ärger. Unterm Strich ist mein Anschluss inklusive der dafür benötigten Hardware und trotz des Reinfalls bei der Horstbox vermutlich deutlich billiger und auch zuverlässiger als deiner. Mein Erfahrungsbericht war eher für andere Interessenten gedacht, die den Kauf einer Horstbox Standard *und* deren Nutzung als (VoIP-)Telefonanlage in Erwägung ziehen. Das sollte man sich in der Tat zweimal überlegen. Ich dagegen brauchte nur einen ADSL2+-fähigen Modemrouter. Zumindest diese Aufgabe erfüllt die Horstbox zufriedenstellend, und zwar zu einem Preis, der unter dem vergleichbarer Modemrouter liegt. Das gilt umso mehr, als dass ich gar nicht den (derzeitigen) Neupreis bezahlt habe, da die Box gebraucht war. > Gütiger... na dann hoffe ich für dich und dein > Freizeitbudget, dass das der D-Link Support für dich alles > und natürlich kostenfrei behebt. Die Lösung für diese Probleme kann eigentlich nur ein Firmware-Update sein. Firmware-Updates für die Horstbox haben aber noch nie etwas gekostet. Gruß Michael |
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#4
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Moin,
Michael Landenberger schrieb: > Hallo, > > seit einiger Zeit bin ich Besitzer des im Betreff genannten Geräts. Wer > es nicht kennt, kann sich hier schlau machen: [...] Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Ich stand vor einiger Zeit auch vor der Entscheidung kaufen oder nicht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit D-Link war ich extrem skeptisch und habe mich dann gegen Horst und für Fritz entschieden. Dein Bericht bestätigt meine Entscheidung, zumal Fritz hier ohne Zicken zu machen läuft und mittlerweile sogar die Anbindung an die Türklingel mit ein wenig Eigeninitiative nachrüstbar ist. Spätere Begegnungen mit D-Link Produkten haben meine Abneigung nur untermauert. -andreas |
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#5
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Michael Landenberger schrieb am 13.09.2009 00:25:
> "Thomas Einzel" <Usenet-2009*einzel.de> schrieb: > >> Das ist wenn man VoIP nutzen möchte natürlich eine Tonne oder >> nicht nicht-Tonne Frage, > > Dann ist es ja gut, dass ich VoIP nicht wirklich brauche. Schön, ich sehe nach deinem Erfahrungsbericht den VoIP Teil nicht als "sehr lieblos umgesetzt", sondern vor allem mit "Quality of Service funktioniert ganz schlecht, d. h. bei parallelen Down- oder Uploads sind keine VoIP-Gespräche mehr möglich" als für VoIP unbrauchbar an. Du hast den Bericht doch vor allem für andere potentielle User geschrieben, oder? Da helfen IMO vor allem klare Worte. .... > Ich nutze ganz unabhängig von G.irgendwas und irgendwelcher aufwendiger > VoIP-Hardware seit Jahren einen echten, konventionellen ISDN-Anschluss. Ja, ich habe seit gut 12 Jahren ohne Unterbrechung einen ISDN Anschluss - aber was hat das mit dem Rest zu tun... > Für den brauche ich kein "Featuremonster" und auch kein QoS. Gut funktionierenden QoS/Traffic shaping ist nicht nur für VoIP wichtig, es sei denn man hat immer deutlich mehr Bandbreite als man tatsächlich auch in Spitzenzeiten braucht, das wäre allerdings i.d.R. unwirtschaftlich (außerhalb der Regel: Paket mit nicht benötigten Bandbreiten). So können z.B. abgesendete E-Mails mit einem großen Anhang oder Bilder upload zum ausbelichten den download erheblich ausbremsen, wenn die Priorisierung schlecht implementiert ist. > In meinem > Fall tut's eine gebrauchte AVM Fritz!X ISDN-Telefonanlage, zu haben für > 20 Euro bei ebay. Die Kiste rennt wie Schmidts Katze und macht Null > Ärger. Das ist schön und in einem solchen Gerät sehe ich eine Alternative für potenzielle Interessenten einen ähnlichen Leistungsumfangs. Ob man nun für Vergleiche immer "für ein paar Euro bei Ebay" heran ziehen muß, sei dahingestellt. Eine normale, neue Fritzbox 7170 ist ab ca. 125 Eur und eine neue Horstbox DVA-G3342SD ab ca. 50 Eur zu haben (lt. schneller Übersicht auf http://geizhals.at/deutschland/?cat=wlanroutmod) > Unterm Strich ist mein Anschluss inklusive der dafür benötigten > Hardware und trotz des Reinfalls bei der Horstbox vermutlich deutlich > billiger und auch zuverlässiger als deiner. Weder noch :-) > Mein Erfahrungsbericht war eher für andere Interessenten gedacht, die > den Kauf einer Horstbox Standard *und* deren Nutzung als > (VoIP-)Telefonanlage in Erwägung ziehen. Das sollte man sich in der Tat > zweimal überlegen. So habe ich den Bericht verstanden. .... >> Gütiger... na dann hoffe ich für dich und dein >> Freizeitbudget, dass das der D-Link Support für dich alles >> und natürlich kostenfrei behebt. > > Die Lösung für diese Probleme kann eigentlich nur ein Firmware-Update > sein. Firmware-Updates für die Horstbox haben aber noch nie etwas gekostet. Ich glaube aber nicht dass D-Link deine Liste komplett abarbeitet. Aber wissen kann ich das natürlich nicht. Mein Fazit: Du hast "you get what you pay for" nicht nur erwähnt, sondern extrem ausführlich erklärt. Ist o.k. Thomas |
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#6
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Moin
Michael Landenberger schrieb: > Hallo, > > [...] > > All das hört sich erst einmal sehr schön an. Leider habe ich aber mit > der Kiste so viele Probleme, dass ich trotz des günstigen Preises von > einem Kauf eigentlich nur abraten kann. Hier trifft auch das so häufig > strapazierte "you get what you pay for" ausnahmsweise mal zu. Allerdings > habe ich das Teil gebraucht gekauft und habe daher deutlich weniger als > 50 Euro bezahlt. Für die Funktionen der Horstbox, die man einigermaßen > störungsfrei nutzen kann, war der Preis angemessen. 50€ haetts Du auch fuer ein Neugeraet verbrennen koennen,selbst wenn das "Schrottdingens" nur 30€ gebraucht gekostet hat. http://www.conrad.de/goto.php?artikel=923488 IMHO kann man die Box softwaremaessig auch selbst verbessern,ob das zutrifft oder eine UL ist vermag ich nicht zu sagen. > [....] Gruss -ralf- -- Im Norden zuhause:54° 47' 24.10"N, 9° 25' 45.70"E Bitte nur in die Newsgroup antworten.Die Mailadressen sind gültig werden aber selten gelesen! |
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#7
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"Ralf Jeworowski" <ralfeles-honeypot*nurfuerspam.de> schrieb:
> 50€ haetts Du auch fuer ein Neugeraet verbrennen koennen, Wollte ich aber nicht. > selbst wenn das "Schrottdingens" nur 30€ gebraucht gekostet hat. Es hat weniger gekostet ;-) > IMHO kann man die Box softwaremaessig auch selbst verbessern, ob > das zutrifft oder eine UL ist vermag ich nicht zu sagen. Theoretisch trifft das zu, denn es werkelt ein Linux auf der Box. Praktisch stellt der Hersteller aber keinerlei Tools oder andere Hilfestellung zur Verfügung, so dass man wirklich ein Embedded Linux-Spezialist sein muss, um selbst Hand anlegen zu können. Bisher gibt es nur wenige "Hacks" für die Horstbox Standard, die aber nach meiner Erfahrung mit der neuesten Firmware nicht mehr funktionieren. Bei der großen Schwester, der Horstbox Professional (deren Preis mittlerweile ebenfalls von ca. 400 auf 70 Euro eingebrochen ist), ist das anders: hier gibt es eine Entwicklungsumgebung von D-Link und diverse Tools, von der die Fangemeinde auch reichlich Gebrauch macht. Gruß Michael |
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#8
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"Michael Landenberger" <spameimer052006*arcor.de> wrote:
>Den D-Link-Support habe ich übrigens über all das bereits vor einigen >Wochen informiert. Eine brauchbare Rückmeldung habe ich jedoch bis >heute nicht erhalten. Offenbar ist man auch dort mit den Wehwehchen der >Horstbox überfordert. Auch das könnte ein Grund sein, vom Kauf des >Geräts abzusehen. Ich habe vor zwei Jahren oder so in der Entscheidungsfindung zwischen Lancom, Bintec und dem Horst auch wenig Ermutigendes gelesen und damit vom Kauf des Horst abgesehen. Lancom war auch nicht sooo der Brüller (inzwischen könnte es alles, was ich damals haben wollte, aber die config ist recht kryptisch), und letztlich bin ich bei einem Bintec-Gerät hängengeblieben. -ras -- Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/ |
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#9
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Hallo!
"Michael Landenberger" > schrieb im Newsbeitrag > > Den D-Link-Support habe ich übrigens über all das bereits vor einigen > Wochen informiert. Eine brauchbare Rückmeldung habe ich jedoch bis > heute nicht erhalten. Offenbar ist man auch dort mit den Wehwehchen der > Horstbox überfordert. Ich gehe schon länger davon aus, dass die Horstbox bei D-Link gestorben ist, und vermute, die sehr günstig im Handel angebotenen, "neu" Geräte sind Restposten. Gruß Dirk |
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#10
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"Dirk Silberbach" <dirk.silberbach*gmx.de> schrieb:
> Ich gehe schon länger davon aus, dass die Horstbox bei D-Link > gestorben ist, und vermute, die sehr günstig im Handel angebotenen, > "neu" Geräte sind Restposten. Immerhin ist das letzte Firmware-Update noch nicht einmal ein Jahr alt. Aber angesichts des Umstands, dass die Horstbox auch 3 Jahre nach Markteinführung [1] immer noch Kinderkrankheiten hat, die andere Hersteller schon längst beseitigt hätten, glaube ich auch, dass D-Link irgendwann entnervt aufgegeben hat und jetzt die letzten Geräte verramscht. [1] Die ersten Standard-Horstboxen kamen im Oktober 2006 auf den Markt. Sie hatten jedoch noch ein anderes Gehäuse (<http://files.ip-phone-forum.de/foschi/horstbox%20standard/IMG_0023.jpg>). Technisch waren sie aber im Wesentlichen mit den heute angebotenen Geräten identisch, wenn man mal davon absieht, dass natürlich eine ältere Firmware-Version zum Einsatz kam. Ein Jahr später hat D-Link die Horstbox in ein stylisheres Gehäuse gesteckt (http://user.win-news.de/speedily/Bil...orst-Box-1.jpg). Das Gehäuse ist auch das einzige, was mir an Horst besser gefällt als an Fritz ;-) Gruß Michael |
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#11
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"Michael Landenberger" <spameimer052006*arcor.de> writes:
[...] > Leider habe ich aber mit der Kiste so viele Probleme, dass ich trotz > des günstigen Preises von einem Kauf eigentlich nur abraten kann. Als Produkt des Herstellers D-Link liegt die von Dir beschriebenen Funktion der Horstbox voll im Rahmen meiner Erwartungen. Gruß, Sebastian |
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#12
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"Sebastian Niehaus" <niehaus*nospam.arcornews.de> schrieb:
> Als Produkt des Herstellers D-Link liegt die von Dir > beschriebenen Funktion der Horstbox voll im Rahmen meiner > Erwartungen. Ich hatte schon andere D-Link-Geräte im Einsatz, darunter ein WLAN-Router, ein Switch und ein Printserver (alles SoHo-Geräte). Die taten was sie sollten. Aber möglicherweise ist die Technik einer VoIP-/ISDN-Telefonanlage komplexer und D-Link hatte in dieser Hinsicht weniger Erfahrungen als mit dem Bau von Routern und anderer Netzwerktechnik. Trotz aller Schwierigkeiten ist Horst hier nach wie vor im Einsatz, allerdings nicht als Telefonanlage, sondern nur als Modemrouter. Diese Aufgabe erledigt er gut. Der Support grübelt übrigens immer noch über meine Anfrage, und das nun schon seit fast 2 Monaten. Status: "2ND LEVEL". Ob da nochmal was kommt? Und wenn ja, was wird es dann sein? 42? Gruß Michael P.S.: Kleine Anekdote am Rande: mein Router heißt Horst, meine Telefonanlage Fritz, und mein Monitor Hanns ;-) Vielleicht sollte ich meinen PC Kurt nennen... |
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#13
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"Michael Landenberger" <spameimer052006*arcor.de> schrieb:
> Den D-Link-Support habe ich übrigens über all das bereits > vor einigen Wochen informiert. Eine brauchbare Rückmeldung > habe ich jedoch bis heute nicht erhalten. Update: bis heute ist vom D-Link-Support keine brauchbare Lösung für die diversen, in diesem Thread beschriebenen Macken der Horstbox Standard gekommen. Schlimmer noch: der Vorgang wurde mehrfach kommentarlos geschlossen. Mittlerweile kann ich mich überhaupt nicht mehr im D-Link Support-Portal einloggen, weil die da irgend etwas umgestrickt haben und meine Zugangsdaten nicht mehr akzeptiert werden. Zwar könnte ich mich neu anmelden, aber dann hätte ich keinen Zugriff mehr auf den bisherigen Ablauf. Achja: die E-Mail-Adresse des Supports wurde auch abgeschaltet. Mails dorthin bouncen seit einiger Zeit unabhängig vom verwendeten Postausgangsserver mit der lapidaren Rückmeldung: | <support [at] service.dlink.biz>: connect to | service.dlink.biz[217.173.151.89]:25:Connection refused Eine andere Mailadresse für Supportanfragen habe ich noch nicht ausfindig gemacht. Dafür kenne ich jetzt E-Mail-Adresse und Handynummer von Horst Toddenroth, dem Leiter des Geschäftsbereichs "Advanced Products and Solutions" bei D-Link Central Europe und Verantwortlichen für die Horstbox. Ich habe Herrn Toddenroth mal auf gut Glück eine E-Mail geschickt, in der ich mich freundlich, aber bestimmt über die mangelnde Qualität des Supports beschwert habe. Leider war Herr Toddenroth gerade auf Geschäftsreise, war aber trotzdem so freundlich, mir in einer automatisierten Abwesenheitsmeldung "für dringende Fälle" seine Handynummer und die seiner Sekretärin zukommen zu lassen ;-) Ich könnte mit dem Mann jetzt also persönlich in Kontakt treten, glaube aber nicht, dass das etwas nutzt. Auf meine Mail an ihn wurde erwartungsgemäß auch nicht geantwortet. Naja, Herr Toddenroth hat sicher wichtigeres zu tun als sich die Probleme unbedeutender End-User mit unausgegorenen Produkten zu kümmern. Mein Fazit: D-Link kommt mir nicht mehr ins Haus. Ich denke, zu dieser Einsicht sind einige andere Mitleser auch schon gekommen. Gruß Michael |
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#14
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Also schrieb Michael Landenberger:
> Mein Fazit: D-Link kommt mir nicht mehr ins Haus. Ich denke, zu dieser > Einsicht sind einige andere Mitleser auch schon gekommen. Die c't hat neulich (vor 2 oder 3 Ausgaben) irgendwas geschrieben, dass D-Link ein an sich gutes Produkt (weiss nicht mehr, ob es die Horstbox war) auf Nachfrage nach einigen Details plötzlich schlagartig für obsolete erklärt hat... Ich hatte mit D-Link bisher durchwachsene Erfahrungen: * eine DWL-G520 Netzwerkkarte unter Linnux lief wunderbar und ohne Aussetzer ca. 2 Jahre 24/7, bis sie nicht mehr gebraucht wurde. Sie funktioniert bei Schwiegervattern immer noch, und ich würde sie bedenkenlos v.a. jedem Linuxer empfehlen. Aber nur die ohne "Plus" im Namen, denn nur die hat einen gut unterstützten Atheros-Chipsatz. * Auf der anderen Seite steht das DSL-"Modem" DSL-360T(?), das sich gerne mal aufgehängt hat und eine undurchsichtige web-basierte Konfiguration bietet, jedoch keine Routing-Funktion, obwohl es das dank TCP/IP-Stack ja können müsste - also ein merkwürdiges Stück Hardware. Liegt als Notreserve noch im Schrank, wenn mal wieder der Blitz zuschlägt... Auf der Minus-Seite stehen auch * ein 54MBit-CardBus-WLAN-Adapter, der damals das Notebook (Siemens Mobile 510, PII, eigentlich schon mit Cardbus...) regelmäßig zum Abstürzen brachte (zu hoher Stromverbrauch? EMV?) und * der Router DI-624+, der an defekten Elkos und ein,zwei nicht gelöteten Widerständen erkrankte. Bis ich ihn nach eigenhändiger Reparatur zu meinem Bruder weiterverschob, wo er m.W. heute noch tut. Also, Qualität sieht insgesamt gesehen anders aus. Ansgar -- *** Musik! *** |
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#15
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Michael Landenberger schrieb:
> Update: bis heute ist vom D-Link-Support keine brauchbare Lösung für > die diversen, in diesem Thread beschriebenen Macken der Horstbox > Standard gekommen. Schlimmer noch: der Vorgang wurde mehrfach > kommentarlos geschlossen. [...] Soetwas ähnliche ist mir bei Netgear auch passiert. Daraufhin ist mir ein wenig der Kragen geplatzt und ich habe meinen Frust relativ sachlich per Mail rausgeblasen. Eine Ablehnung hätte ich ja noch geschluckt, aber kommentarloses Schließen des Vorganges war mir nun doch zu wieder. Etwas später kam eine Entschuldigung und die Bitte den defekten Router einzuschicken, kurz darauf hatte ich einen neuen Router ... -andreas |
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