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#1
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Hendrik van Hees <Hendrik.vanHees.theo.physik.uni-giessen.de> writes:
[...] > nämlich die Zurückführung irgendeines speziellen Phänomens (z.B. daß der > Himmel blau ist) auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten (Streuung > elektromagnetischer Wellen an Dichtefluktuationen der Luft, Staub in der > Atmosphäre bzw. irgendwelchen irregulären Streuzentren gleich welcher Art), > kann ich mich damit anfreunden. Das ist Diplomprüfungsstoff. Und Du kannst nichtmal die "allgemeine Gesetzmäßigkeit" (Rayleigh-Streuung) angeben, warum der Himmel blau ist? Da ist nichts mit Dichtefluktuationen oder Staub etc. Tsts... ;-) Andreas. |
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#2
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hinnerkk # pclab.ifg.uni-kiel.de.2:240/2188.911 meinte am 06.10.09
zum Thema "Was ist ein Teilchen?": > Was ist ein Teilchen? Eine auf das Maß menschlichen Verständnisses (genauer Vorstellbarkeit) beschränkte und deshalb falsche Beschreibung der Wirklichkeit. Es ist ein wenig so, als wenn man keine größeren Zahlen zulassen würde als sich Menschen abzählbar Mengen vorstellen können. Und mit den ....ogen Folgen des rückschließenden Folgerns, denn einmal ist dann alles über x nur noch "viel" und daher gleich weil so abstrahiert und andererseits offenbar ungleich weil erkennbar verscheiden "viel". Du darfst aus "Teilchen" auf nichts folgern, von dem abstrahiert wurde um da Teilchen sagen zu können - mehr ist dann auch wieder nicht dran. Es gibt aber reichlich gute verständliche Darstellung zur falschen Welle- Teilchen-Krücke und zu moderneren Sichten. Sämtlich freilich länger als das es sinnhaft wäre sie zu zitieren statt Dich aufzufordern, dort zu lesen. Notfalls reicht es bei wiki anzufangen oder kritisch zu googeln (kritisch = im Netz findet man auch falsches). Gruss Gerhard Origin: Lohnarbeit muß sich lohnen für den, der zahlt. Nicht Arbeit muß sich da lohnen, sondern arbeiten lassen. --- |
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#3
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hinnerkk # pclab.ifg.uni-kiel.de.2:240/2188.911 meinte am 06.10.09
zum Thema "Re: Was ist ein Teilchen?": > Gibt es berechtigte Einwände gegen die Vielweltentheorie, bzw > enthält sie ungelöste Widersprüche?? Sie erklärt gar nichts. In konsequenter Anwendung entstehen faktisch in jedweder beliebig kleinen Zeiteinheit unendlich viele Welten (denn der Zerfall jedes einzelnen Elementarteilchens kann ja in der stattfinden oder nicht stattfinden) und es bleibt die Frage übrig, warum nun ausgerechnet in der, in der wir leben die Aussagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung zutreffen. Also genau das Ausgangsproblem. Neu hinzugekommen sind nur die vielen aus dem Nichts gemachten Vielwelten .... um den Preis, das Gott nicht mehr würfeln muß. Auch die gesamten Annahmen zu einem "Kollaps" haben nur den Zweck, das würfeln zu vermeiden. Weil es "uns" nicht passt, nicht etwa weil es nicht stattfindet. Gruss Gerhard Origin: Lohnarbeit muß sich lohnen für den, der zahlt. Nicht Arbeit muß sich da lohnen, sondern arbeiten lassen. --- |
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#4
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Was ist ein Teilchen?
Die Frage klingt harmlos, wenn wir die makroskopische Anschauung bemühen. Das Doppelspaltexperiment zeigt aber, dass der Wellencharakter sowohl für Licht, als auch für Materie gilt. Die weiterführenden Experimente, in denen Licht hinter jedem der Spalte polarisiert und vor Erreichen der Photoplatte wieder depolarisiert wird (Quantenradierer) macht deutlich, dass die Welle beide Spalte passiert hat, um das Interferenzmuster zu erzeugen. Nach der Kopenhagener Deutung befindet sich "das Teilchen" in Superposition und die Wellenfunktion kollabiert erst bei der "Messung" also beim Auftreffen auf die Photoplatte. Ich kann sehr gut mit der Vorstellung eines "verschmierten" Teilchens leben, allerdings verstehe ich nicht, wie dieser Kollaps der Wellenfunktion genau vor sich geht. Natürlich sind auch die Nachweise des Teilchencharakters einleuchtend, allerdings hilft mir auch die formale Darstellung des Messprozesses nicht beim Verständnis WARUM die Photonen als Teilchen von der Photoplatte registriert werden. Hier hilft mir auch nicht die makroskopische Anschauung, dass Materie ja offensichtlich aus Teilchen besteht. So offensichtlich finde ich das gar nicht. Stellen wir uns anschauungshalber - unabhängig von der technischen Realisierbarkeit - ein Atom vor, dessen De-Broglie-Wellenlänge die Größe eines Fussballes hat. Sorgen wir auch dafür dass keine äußeren Einflüsse, wie zum Beispiel Beleuchtung des Fussballes zu einer Energieaufnahme führen. Lassen wir dieses "kalte" Atom nun den Doppelspalt passieren, dann wird es zwangsläufig durch beide Spalte gleiten und sich dahinter gemäß der Huygensschen Elementarwellen ausbreiten und interferieren. Und dann passiert es: Es landet "irgendwo" auf dem Schirm und nicht "überall" Wieso verhält sich die Lösung der Wellengleichung, also Psi, wie eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit und das "Teilchen" erscheint an "einem diskreten Ort" im Detektor? Woher weiß dieses Teilchen von den anderen Orten, an denen es nicht auftritt? Die Mathematik sagt mir nur, dass es so ist, aber nicht wieso. Bitte helft mir, ich bin verzweifelt. Kann man eine Welle irgendwie dazu bringen sich nur an einem einzigen Ort zu manifestieren? Könnte es sein, dass die "verschmierte" Energie so..... im Detektor "zusammenläuft" bis ein komplettes "Quant" vorliegt und so die Photoplatte anregen kann oder muss ich mir die Photoplatte selbst als "Welle" vorstellen, damit sie mit dem in Superposition befindlichen Photon interagieren kann? Ist also der Detektionsprozess ebenfalls eine "Interferenzerscheinung"? |
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#5
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Arbales schrieb:
> Wieso verhält sich die Lösung der Wellengleichung, also Psi, wie eine > Aufenthaltswahrscheinlichkeit und das "Teilchen" erscheint an "einem > diskreten Ort" im Detektor? Es handelt sich um unteilbare Quanten, der Begriff von "Teilchen" erinnert an etwas, das aus einem "Stoff" ist - Quanten verursachen ("nur") Wirkung, sie müssen darüber hinaus nicht (wie vorgestellte Teilchen) zudem erst mal "an sich da sein". Siehe http://www.didaktik.physik.uni-erlan...eit/index.html "Im Experiment kann am ersten Strahlteiler die Interferenz eines einzelnen Photons mit sich selbst beobachtet werden. Das gleiche Photon zeigt am zweiten Strahlteiler Unteilbarkeit und den Quantenzufall. Somit können in diesem Experiment drei Quanteneigenschaft an einem einzelnen Photon gleichzeitig beobachtet werden: Unteilbarkeit, Zufall und Interferenz." Hier /ist/ ein und dasselbe Photon zweifelsfrei Welle und Quant. Die Interferenz dieses Photons muß durch eine (dislokal wirksame) Wellenfunktion beschrieben werden, und sobald es wieder lokalisierbar ist, "kollabiert" diese wieder. Quanten scheinen es als erste Wahl "vorzuziehen", dislokal zu interferieren und erst dann wenn das wegen lokaler Definitheit nicht möglich ist lokal zu "kollabieren". > Die Mathematik sagt mir nur, dass es so ist, aber nicht wieso. Dieser Satz ist falsch, denn die Mathematik beschreibt wie es ist, sie sagt nicht, dass es so ist. "Wieso" die Welt da ist und nicht nichts und weshalb sie so ist wie sie ist, das mußt du dir selbst ausdenken!, denn diese Frage hat sich der Welt nie gestellt, sondern "erst" deiner Säugetier-Psyche. > Bitte helft mir, ich bin verzweifelt. LOL (Such dir irgendeine Religion aus, die waschen dir die Birne.) |
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#6
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Just ....to schrieb:
> LOL (Such dir irgendeine Religion aus, die waschen dir die Birne.)Warum gibt es nur solche Idioten hier in der Newsgroup (auf obiges sinnloses Kommentar bezogen). Aber nun zu deinem Problem mit den Quanten. Also ich habe mich damit abgefunden, dass die Physik keine Antwort auf die "Warum?" Frage liefert. Aber wenn du mehr zu dem Thema wissen willst, kann ich dir ein PDF empfehlen, wenn du es haben willst, schreib mir einfach eine Mail. Auch dieses beschreibt nur die allgemeinen Theorie, also die Kopenhagener Interpretation mit ihren Tücken und Paradoxen, aber die dafür sehr gut (Bsp. Schrödingers Katze). Und ich kann dich beruhigen, dass die meisten, die über dieses Thema reden, es wahrscheinlich noch gar nicht richtig verstanden haben, mich eingenommen. Aber ich will dir trotzdem helfen. Das andere Stichwort, was mir gleich einfällt ist die Viel-Welten-Theorie. Mir persönlich sagt die Viel-Welten-Theorie zur Zeit mehr zu. Also viel Erfolg, und versuch nicht daran zu verzweifeln. MfG Frank |
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#8
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> Es handelt sich um unteilbare Quanten, der Begriff von "Teilchen" erinnert > an etwas, das aus einem "Stoff" ist - Quanten verursachen ("nur") Wirkung, > sie müssen darüber hinaus nicht (wie vorgestellte Teilchen) zudem erst mal > "an sich da sein". Ja, DASS es so ist zeigen viele Experimente. Meine Formulierung mit der Mathematik war unglücklich gewählt. Ich will meine Frage aber präzisieren: Gibt es eine Vorstellung dessen, wass mit der Welle beim Kollaps geschieht? Ich stelle mir gerade ein delokalisiertes Quant vor, das im Detektor an zwei Orten gleichzeitig auftritt. Nach der gängigen Vorstellung wird die "Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens" durch den Betrag der komplexen Lösung der Wellengleichung geliefert. Sagen wir sie beträgt für beide Orte 50%, dann würde das Teilchen an jedem der beiden Orte mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% registriert werden können. Stelle ich mir den Detektor nun als einen Satz Würfel vor und ermittle zufällig durch Würfeln die Position des Teilchens, dann könnte ich mir ebenso vorstellen, dass das Teilchen gar nicht oder an beiden Orten auftritt. Woher "weiß" der zweite Ort "blitzschnell" ob das Teilchen nicht auch am ersten Ort manifestiert, wenn ein Informationstransport maximal mit Lichtgeschwindigkeit stattfinden kann? Die Realität zeigt uns empirisch, dass das Quant irgendwo -wie du sagst- Wirkung erzeugt. Dies ist im Experiment mehrfach nachgewiesen und die Mathematik beschreibt diesen Umstand. Meine Frage zielt aber darauf ab, was genau geschieht, damit wir ein diskret lokalisiertes Teilchen "sehen". Meine Vermutung geht momentan in folgende Richtung: Die Photoplatte besteht ebenfalls aus einer der Wellengleichung folgenden Materie. Ihre Quantenzustände sind also im Raum delokalisiert, wenn auch ihre de-Broglie-Wellenlängen sehr klein sind. Mein Ansatz geht nun davon aus, dass zu jedem möglichen Detektionsort ein bestimmter Quantenzustand der Photoplatte zuzuordnen ist. Dies würde in der Schlussfolgerung folgendes bedeuten: Die "verschmierte" Photoplatte registriert das "verschmierte" Photon, wobei die einzelnen Möglichkeiten sich ungestört überlagern. Zu jedem Quantenzustand des "Beobachters" würde demzufolge genau ein möglicher Detektionsort gehören, ohne dass die unterschiedlich möglichen Beobachter sich gegenseitig wahrnehmen könnten, da ihre Zustände nicht miteinander wechselwirken. Makroskopisch gesprochen: Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sitze ich jetzt nicht am Computer, sondern bin am Bahnhof und kaufe mir eine Fahrkarte nach Hamburg. Nur dann sehe ich auch den Zug auf Gleis drei einfahren. Sitze ich am Computer, dann sehe ich weder mich am Bahnhof noch den einfahrenden Zug. Diese Vorstellung finde ich sehr angenehm, weil sie gleichzeitig erklären würde, warum wir die parallelen Realitäten nicht "sehen" können. Allerdings gibt es einen Haken: Wenn man diesen Ansatz weiter verfolgt, warum "sehen" wir dann das Bose Einstein Kondensat eines einzelnen Atoms?? Oder "können" wir es vielleicht gar nicht sehen und sehen nur eine Wahrscheinlichkeitsverteilung mehrerer solcher Atome deren Verteilung sich deterministisch an der amorphen Verteilung der Quantenzustände des Beobachters orientiert? |
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#9
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Nachtrag:
Nach meiner Interpretation entsteht die gemessene Wahrscheinlichkeitsverteilung, bzw die beobachteten Interferenzmuster aufgrund der "zufälligen" Anordnung der Quantenzustände des Beobachters. "Beobachter" meint hier die beobachtende "Welt" "zufällig" meint hier, dass wir sie nicht kennen, unabhängig davon, ob sie eventuell deterministisch erzeugt wurde. Legt man diese Idee zugrunde, so wäre Schrödingers Katze nicht nur tot oder am Leben, sondern es würde auch gleichzeitig der Experimentator gleichzeitig den Deckel der Kiste öffenen, bzw ihn geschlossen lassen. Nur der Experimentator, der den Deckel öffnet, sieht die Katze, bzw genau ein Zustand des delokalisierten Experimentators sieht genau eine mögliche Katze. |
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#10
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Vielen Dank für die Antworten.
Georgs Antwort hat mir wirklich weitergeholfen. Ich freue mich auch, dass meine eigenen Überlegungen nicht ganz aus der Luft gegriffen und meine Probleme mit der Kopenhagener Deutung durchaus berechtigt waren. Gibt es berechtigte Einwände gegen die Vielweltentheorie, bzw enthält sie ungelöste Widersprüche?? |
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#11
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Arbales schrieb:
> Gibt es eine Vorstellung dessen, wass mit der Welle beim Kollaps > geschieht? Durch Wechselwirkung, wie eine schwingende Saite, die z.B. entspannt wird. > Ich stelle mir gerade ein delokalisiertes Quant vor, das im Detektor > an zwei Orten gleichzeitig auftritt. Das tritt nicht in Erscheinung, entweder ist das Quant dislokal in Interferenz mit sich selbst oder in exakt einem Detektor lokal: http://www.didaktik.physik.uni-erlan...tel1/index.htm > Nach der gängigen Vorstellung > wird die "Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens" durch den > Betrag der komplexen Lösung der Wellengleichung geliefert. Sagen wir > sie beträgt für beide Orte 50%, dann würde das Teilchen an jedem der > beiden Orte mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% registriert werden > können. Als sehr hinkende Vorstellung: eine Saite schwingt überall, aber wenn sie festgehalten wird, dann nimmt sie genau einen Zustand ein. > Stelle ich mir den Detektor nun als einen Satz Würfel vor und ermittle > zufällig durch Würfeln die Position des Teilchens, dann könnte ich mir > ebenso vorstellen, dass das Teilchen gar nicht oder an beiden Orten > auftritt. Siehe obigen Link. > Woher "weiß" der zweite Ort "blitzschnell" ob das Teilchen nicht auch > am ersten Ort manifestiert, wenn ein Informationstransport maximal mit > Lichtgeschwindigkeit stattfinden kann? Das Photon ist eben unteilbar und kann seine Energie nur im ganzen abgeben, aber /weshalb/ die Welt (oder die Natur) so ist, das kann die Physik nicht sagen (und sonst auch niemand). > Meine Frage zielt aber darauf ab, was genau geschieht, damit wir ein > diskret lokalisiertes Teilchen "sehen". Es wechselwirkt (energetisch). > Die "verschmierte" Photoplatte registriert das "verschmierte" Photon Und danach ist es ganz und gar weg. > wobei die einzelnen Möglichkeiten sich ungestört überlagern. Ja, wir haben es mit fundamentalen Quantenzufall zu tun, siehe Link. > Zu jedem > Quantenzustand des "Beobachters" würde demzufolge genau ein möglicher > Detektionsort gehören, ohne dass die unterschiedlich möglichen > Beobachter sich gegenseitig wahrnehmen könnten, da ihre Zustände nicht > miteinander wechselwirken. Nein, wenn du zufällig in einen Sack Reis reinhaust, dann könnten sich Millionen Muster, je nach Zufall, bilden, es bildet sich aber immer genau eines. Es gibt für uns immer "nur" eine Welt (Realität). > Makroskopisch gesprochen: > Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sitze ich jetzt nicht am > Computer, sondern bin am Bahnhof und kaufe mir eine Fahrkarte nach > Hamburg. Nur dann sehe ich auch den Zug auf Gleis drei einfahren. > Sitze ich am Computer, dann sehe ich weder mich am Bahnhof noch den > einfahrenden Zug. > > Diese Vorstellung finde ich sehr angenehm, weil sie gleichzeitig > erklären würde, warum wir die parallelen Realitäten nicht "sehen" > können. Viel Spaß beim Grübeln, die Leute brauchen das anscheinend alle. > Allerdings gibt es einen Haken: Wenn man diesen Ansatz weiter > verfolgt, warum "sehen" wir dann das Bose Einstein Kondensat eines > einzelnen Atoms?? > Oder "können" wir es vielleicht gar nicht sehen und sehen nur eine > Wahrscheinlichkeitsverteilung mehrerer solcher Atome deren Verteilung > sich deterministisch an der amorphen Verteilung der Quantenzustände > des Beobachters orientiert? Tja... |
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#12
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"Arbales" schrieb:
> Makroskopisch gesprochen: > Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sitze ich jetzt nicht am > Computer, sondern bin am Bahnhof und kaufe mir eine Fahrkarte nach > Hamburg. Nur dann sehe ich auch den Zug auf Gleis drei einfahren. > Sitze ich am Computer, dann sehe ich weder mich am Bahnhof noch den > einfahrenden Zug. > > Diese Vorstellung finde ich sehr angenehm, weil sie gleichzeitig > erklären würde, warum wir die parallelen Realitäten nicht "sehen" > können. Könnte da nicht auch die Möglichkeit entstehen daß man sich irgendwann selbst begegnet, und ich meine damit nicht als Spiegelbild im Spiegel, sondern real? > Allerdings gibt es einen Haken: Wenn man diesen Ansatz weiter > verfolgt, warum "sehen" wir dann das Bose Einstein Kondensat eines > einzelnen Atoms?? Wenn ich dich richtig verstanden habe gehst du von der Annahme aus daß die Realitäten untereinander (scharf) abgegrenzt sind. Wie kommst du darauf? Frank |
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#13
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Arbales schrieb:
> Was ist ein Teilchen? > > Die Frage klingt harmlos, wenn wir die makroskopische Anschauung > bemühen. > > Das Doppelspaltexperiment zeigt aber, dass der Wellencharakter sowohl > für Licht, als auch für Materie gilt. Die weiterführenden Experimente, > in denen Licht hinter jedem der Spalte polarisiert und vor Erreichen > der Photoplatte wieder depolarisiert wird (Quantenradierer) macht > deutlich, dass die Welle beide Spalte passiert hat, um das > Interferenzmuster zu erzeugen. > Nach der Kopenhagener Deutung befindet sich "das Teilchen" in > Superposition und die Wellenfunktion kollabiert erst bei der "Messung" > also beim Auftreffen auf die Photoplatte. > > Ich kann sehr gut mit der Vorstellung eines "verschmierten" Teilchens > leben, allerdings verstehe ich nicht, wie dieser Kollaps der > Wellenfunktion genau vor sich geht. > > Natürlich sind auch die Nachweise des Teilchencharakters einleuchtend, > allerdings hilft mir auch die formale Darstellung des Messprozesses > nicht beim Verständnis WARUM die Photonen als Teilchen von der > Photoplatte registriert werden. > > Hier hilft mir auch nicht die makroskopische Anschauung, dass Materie > ja offensichtlich aus Teilchen besteht. So offensichtlich finde ich > das gar nicht. > > Stellen wir uns anschauungshalber - unabhängig von der technischen > Realisierbarkeit - ein Atom vor, dessen De-Broglie-Wellenlänge die > Größe eines Fussballes hat. Sorgen wir auch dafür dass keine äußeren > Einflüsse, wie zum Beispiel Beleuchtung des Fussballes zu einer > Energieaufnahme führen. Lassen wir dieses "kalte" Atom nun den > Doppelspalt passieren, dann wird es zwangsläufig durch beide Spalte > gleiten und sich dahinter gemäß der Huygensschen Elementarwellen > ausbreiten und interferieren. > > Und dann passiert es: Es landet "irgendwo" auf dem Schirm und nicht > "überall" > > Wieso verhält sich die Lösung der Wellengleichung, also Psi, wie eine > Aufenthaltswahrscheinlichkeit und das "Teilchen" erscheint an "einem > diskreten Ort" im Detektor? > > Woher weiß dieses Teilchen von den anderen Orten, an denen es nicht > auftritt? > > Die Mathematik sagt mir nur, dass es so ist, aber nicht wieso. Bitte > helft mir, ich bin verzweifelt. > > Kann man eine Welle irgendwie dazu bringen sich nur an einem einzigen > Ort zu manifestieren? Könnte es sein, dass die "verschmierte" Energie > so..... im Detektor "zusammenläuft" bis ein komplettes "Quant" > vorliegt und so die Photoplatte anregen kann oder muss ich mir die > Photoplatte selbst als "Welle" vorstellen, damit sie mit dem in > Superposition befindlichen Photon interagieren kann? Ist also der > Detektionsprozess ebenfalls eine "Interferenzerscheinung"? > Die richtige Frage ist oft die halbe Antwort und dies ist eine 'richtige Frage'! Wenn man etwas in der Geschichte zurückgeht, dann geht die Quantenphysik auf eine geniale Idee von Max Planck zurück, welcher die Idee hatte, Licht sozusagen zählbar zu machen. Ein Quant ist danach ein 'Teilchen', welches man zählen kann (vom lateinischen für 'wie viel'). Nun ist Licht nicht eigentlich zählbar, aber man kann bestimmte Zustände zählen, wenn man Wellen nicht nur räumlich betrachtet, sondern vier dimensional: Wenn man sagt x=i*ct, dann kann man das mit y und z auch machen und den Raumachsen imaginäre Zeitachsen zuordnen, entlang denen sich Licht mit c bewegt. Sagt man nun, Etwas bewegt sich nicht, dann ist dx=dy=dz=0 und es 'bewegt' sich nur in der Zeit, was einer vierten Achse entspricht, die imaginär ist und für die diese Bedingung gilt. Dieses Etwas ist nun zählbar, da es sich so verhält wie ein Licht-'Teilchen', das an einem Punkt bleibt, wozu man eine sich ausbreitende Welle braucht, die sich mit einer einlaufenden überlagert, also sozusagen um einen Punkt kreist. Dazu muß man nur die Zeitachse temporär als Raumachse nehmen und mit der x-Achse vertauschen und die Welle um diese kreisen lassen, außerdem auch um die y-Achse und um die z-Achse. Dann kommt die Welle wieder zurück zum Ausgangspunkt, ist aber etwas weiter auf der Zeitachse. Jetzt kann man diesen Punkt als Teilchen betrachten und die Welle darum als Feld. Nimmt man so einen zählbaren Zustand und orientiert die Zeitachse wieder entlang einer Raumachse, dann bewegt es sich entlang dieser Achse und man hat man ein Lichtquant. Teilchen sind danach ausgezeichnete Zustände, welche man deswegen zählen kann, aber keine 'Dinge'. TH (Dislaimer: dies ist meine Sichtweise und nicht etwa die von Max Planck) |
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#14
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Die zentrale Frage bleibt aber bei der Vorstellung der schwingenden
Saite und der Erklärung der Wechselwirkung unbeantwortet: Der überlichtschnelle Informationstransport Denn natürlich trifft das delokalisierte Quant gleichzeitig an allen Orten auf den Detektor, wenn die Wellenfront den Schirm erreicht. Wie Gregor schon schrieb: >> du hast gerade eines der zentralen Probleme der Kopenhagener Deutung erkannt. Sie sagt zwar, dass der Kollaps eintritt, aber nicht wie und warum. Mehr noch, der Kollaps macht sogar Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie, da er ja instantan, also überlichtschnell, ablaufen müsste. Die Kopenhagener Deutung wird aber heutzutage kaum noch vertreten. Die größte Anhängerschaft hat mittlerweile die sogenannte minimale statistische Interpretation. Diese besagt, dass die Eigenschaft eines Quantensystems, im Zustand |psi> zu sein, nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass die Wahrscheinlichkeit, bei der Messung einer Observablen O (z.B. der Auftreffpunkt auf dem Schirm) den Messwert o_i zu gewinnen, durch P_i = |<o_i|psi>|² gegeben ist, wobei |o_i> der zum Messwert o_i gehörende Eigenzustand der Observablen O ist. << |
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#15
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On 6 Okt., 13:04, Frank Müller <DW....hotmail.com> wrote:
> Wenn ich dich richtig verstanden habe gehst du von der > Annahme aus daß die Realitäten untereinander (scharf) > abgegrenzt sind. Wie kommst du darauf? Ich habe keine Ahnung. Rein empirisch scheint es so zu sein. |
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