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Newsgroup de.soc.politik.misc Sonstige politische Diskussionen.

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  #1  
Alt 11-02-2009, 01:09 PM
Ralf Rebel
 
Beiträge: n/a
Standard Wahl wäre "lächerlich"

Die afghanische Wahlkommission hat die für den kommenden Samstag
angesetzte Präsidentenstichwahl abgesagt. Das teilte der Vorsitzende der
afghanischen Wahlkommission, Daud Ali Nadschafi, in Kabul mit. Zugleich
erklärte die Wahlkommission Präsident Hamid Karsai zum Sieger und neuen
Präsidenten.
http://www.n24.de/news/newsitem_5562468.html

Das ist doch mal Demokratie vom Feinsten. Acht Jahre Krieg hat es
gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen. Der Wahlbetrüger wird
zum Präsidenten gekürt. Das hätten sicher auch hier einige gerne.
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  #2  
Alt 11-02-2009, 02:26 PM
Erika Ciesla
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Ralf Rebel schrieb:
> Die afghanische Wahlkommission hat die für den kommenden Samstag
> angesetzte Präsidentenstichwahl abgesagt. Das teilte der Vorsitzende der
> afghanischen Wahlkommission, Daud Ali Nadschafi, in Kabul mit. Zugleich
> erklärte die Wahlkommission Präsident Hamid Karsai zum Sieger und neuen
> Präsidenten.
> http://www.n24.de/news/newsitem_5562468.html
>
> Das ist doch mal Demokratie vom Feinsten. Acht Jahre Krieg hat es
> gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen. Der Wahlbetrüger wird
> zum Präsidenten gekürt. Das hätten sicher auch hier einige gerne.


Wie war das nochmal mit Bush, und den Maschinen, die keine Zettel zählen
können?


Glückauf!
Erika Ciesla (QTH: JN49FL)

--
Fährst Du Fahrrad? Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de
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  #3  
Alt 11-02-2009, 03:06 PM
Gerhard Wiese®
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

On 2009-11-02 15:09:22 +0100, Ralf Rebel <rebel*nospam.invalid> said:

> Die afghanische Wahlkommission hat die für den kommenden Samstag
> angesetzte Präsidentenstichwahl abgesagt. Das teilte der Vorsitzende der
> afghanischen Wahlkommission, Daud Ali Nadschafi, in Kabul mit. Zugleich
> erklärte die Wahlkommission Präsident Hamid Karsai zum Sieger und neuen
> Präsidenten.
> http://www.n24.de/news/newsitem_5562468.html
>
> Das ist doch mal Demokratie vom Feinsten. Acht Jahre Krieg hat es
> gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen. Der Wahlbetrüger wird
> zum Präsidenten gekürt. Das hätten sicher auch hier einige gerne.


Kein deutsches Blut für den afghanischen Tyrannen! Raus aus Afghanistan!

GW

Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 11-02-2009, 04:29 PM
Hans Bolte
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Gerhard Wiese® schrieb:

> Kein deutsches Blut für den afghanischen Tyrannen! Raus aus Afghanistan!


Glaubst du etwa, die führten dort Krieg für Karsai?

Sie kämpfen fürs Rothschildimperium.

Hans


--
"Sobald der Messias kommt, sind alle [Nichtjuden] Sklaven der Israeliten."
Der Talmud
<http://www.hansbolte.net/Talmudzitate
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  #5  
Alt 11-02-2009, 05:03 PM
Robert Jasiek
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

On Mon, 02 Nov 2009 15:09:22 +0100, Ralf Rebel <rebel*nospam.invalid>
wrote:
>Acht Jahre Krieg hat es gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen.


Was sind eigentlich Deutschlands Kriegsziele? Die Vertuschung der
Tatsache, dass es ein Krieg ist? Wird die Regierungserklärung der
Kanzlerin endlich Klartext sprechen?
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 11-02-2009, 05:31 PM
Ralf Rebel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Robert Jasiek schrieb:
> On Mon, 02 Nov 2009 15:09:22 +0100, Ralf Rebel <rebel*nospam.invalid>
> wrote:
>> Acht Jahre Krieg hat es gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen.

>
> Was sind eigentlich Deutschlands Kriegsziele? Die Vertuschung der
> Tatsache, dass es ein Krieg ist? Wird die Regierungserklärung der
> Kanzlerin endlich Klartext sprechen?


Nein.
Dann würde sie ja zugeben müssen, gegen das Grundgesetz gehandelt zu
haben. Schau dir Folge 27 von "Neues aus der Anstalt" an, da wird ein
Ziel genannt.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 11-02-2009, 05:35 PM
J.P.
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Am Mon, 02 Nov 2009 18:29:58 +0100 schrieb Hans Bolte:

> Sie kämpfen fürs Rothschildimperium.


Mann bist du eine Hohlbirne!

J.P.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 11-02-2009, 06:53 PM
Mueding
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Am Mon, 2 Nov 2009 19:35:11 +0100 schrieb J.P.:

> Am Mon, 02 Nov 2009 18:29:58 +0100 schrieb Hans Bolte:
>
>> Sie kämpfen fürs Rothschildimperium.

>
> Mann bist du eine Hohlbirne!
>
> J.P.


Auch wenn man Bolte nicht immer immer folgen kann, aber wenn er recht hat,
dann hat er recht.
Der Krieg in Afghanistan wurde und wird zu keiner Minute im Interesse
Afghanistans und seiner Bevölkerung geführt. Es ist denen, die diesen Krieg
führen wollten, führten und auch noch Jahre weiter führen werden, auch
völlig egal, wer Präsident Afghanistans ist und ob es bei den Wahlen mit
rechten Dingen zuging oder nicht.
Wichtig ist ist einzig und allein, dass in der Region die Interessen des
militärisch-industriellen Komplexes gewahrt sind und diese wiederum dienen
den Interessen der Wallstreet - der Begriff "Rothschildimperium" ist doch
nichts weiter als ein Synonym dafür.
Wenn also jemand eine Hohlbirne hat oder ist, dann solltest Du mal den
Blick in den Spiegel wagen.

mueding
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 11-02-2009, 07:35 PM
Alex Bollhagen
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Am Mon, 02 Nov 2009 18:29:58 +0100 schrieb Hans Bolte:

> Gerhard Wiese® schrieb:


>> Kein deutsches Blut für den afghanischen Tyrannen! Raus aus Afghanistan!

>
> Glaubst du etwa, die führten dort Krieg für Karsai?
>
> Sie kämpfen fürs Rothschildimperium.


Coole Idee. Ein Cabernet Sauvignon aus Afghanistan -Hindukusch Hanglage-
könnte die Weinwelt revolutionieren. Du solltest dich beim Blaublütler als
Marketingheini bewerben.

Lex
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 11-02-2009, 07:43 PM
Mueding
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Am Mon, 02 Nov 2009 19:03:23 +0100 schrieb Robert Jasiek:

> On Mon, 02 Nov 2009 15:09:22 +0100, Ralf Rebel <rebel*nospam.invalid>
> wrote:
>>Acht Jahre Krieg hat es gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen.

>
> Was sind eigentlich Deutschlands Kriegsziele?


Deutschland hat keine Kriegsziele in Afghanistan.
Unsere Soldaten erfüllen dort "lediglich" einen Auftrag im Rahmen der
westlichen Militärallianz.
Schau Dir einfach mal die Karte der Region an und bedenke, daß Pakistans
Militär, Polizei und Geheimdienst und damit auch die dortigen Herrscher
schon seit vielen Jahre aus den USA finanziert, von diesen also abhängig
sind.
Rein zufällig konnte man diesen Einflussbereich 2001 auf Afghanistan
ausdehnen.
Im nördlich liegenden Tadschikistan erklärte man sich bereit, Militärbasen
zur Verfügung zu stellen. Einige hundert NATO-Soldaten, überwiegend von der
französischen Luftwaffe, kamen daraufhin ins Land.
Die USA würdigten die Kooperationsbereitschaft und hoben im Januar 2002 ein
seit 1993 gegen Tadschikistan bestehendes Waffenembargo auf. Am 20. Februar
schloss sich das Land als letzter Staat der ehemaligen Sowjetunion dem
Nato-Programm "Partnerschaft für den Frieden" an.
Usbekistan
Auf der Suche nach Stützpunkten der westlichen Streitkräfte in Zentralasien
bot sich auch Usbekistan als Basis im "Kampf gegen den Terror" an.
Zwischenzeitlic sollen schon mal mehrere tausend Soldaten auf der
ehemaligen sowjetischen Luftwaffenbasis Karschi und Chanabad nahe der
afghanischen Grenze stationiert gewesen sein. Dabei gibt es zunehmende
Gerüchte, diese Basen würden auf Dauer zur Aufrechterhaltung der
amerikanischen Militärpräsenz in der Region eingerichtet.
Auch auf Aserbaidschan lohnt es sich zu schauen.
Dort erfolgt ein massiver Ausbau der früheren sowjetischen Luftwaffenbasis
Nassosny mit amerikanischer Hilfe.
Armenien hat man noch nicht so recht im Griff, weil man sich dort gegen das
aggressiven Verhalten des US-Partners Aserbaidschans (Problemkreis
Berg-Karabach) erwehren muß.
Dafür gelang es, über die sogenannte "Rosenrevolution", einem, von den USA
organisierten und finanzierten Putsch, auch in Georgien ein
Marionettenregime zu installieren.
Die Türkei ist schon seit 1952 Natomitglied.
Kommen wir zum Irak. Den hat man 2003 überfallen, die Regierung und alle
existierenden Sicherheitsstruktur zerschlagen und den Präsidenten zum
Aufhängen freigegeben. Seidem ist dieses Land, wie auch Afghanistan, einem
Bürgerkrieg ausgesetzt, der gleichzeitig in beiden Ländern auch ein Kampf
gegen die fremden Besatzer ist.
....und mittendrin liegt der Iran, das nächste Opfer.
Wenn auch der Iran erst gefallen sein wird, woran kein Zweifel besteht,
dann haben die USA ein riesiges Gebiet in ihrer Gewalt und die großen
multinationalen Konzerne können dort schalten und walten wie sie wollen.
Nach Deutschlands Kriegsziele hattest Du gefragt?
Deutsche Soldaten opfern dort nicht Gesundheit und Leben für die Sicherheit
ihres Vaterlandes und ihrer Landsleute.
Sie werden dort für die Weltmachtambitionen der USA und für die Gewinne des
Finanzkapitals, welches ja hinter den multinationalen Konzernen steht,
geopfert.

> Die Vertuschung der
> Tatsache, dass es ein Krieg ist?


Das kann ja wohl schlecht ein Kriegsziel sein.
Man kann und will deshalb nicht von einem Krieg sprechen, weil man dann
auch die Regeln der Kriegsführung einhalten müßte. Diese Regeln beinhalten
z.B., dass man die Zivilbevölkerung schonen muß.
Dann geht es nicht an, dass man nach der Bombardierung von zwei Tanklastern
die Anzahl der getöteten Beteiligten auf 17 bis 142 schätzt, also vor dem
solchen Angriff keine genaue Aufklärung betrieben haben kann.
Wenn es sich offiziell um einen Krieg handeln würde, dann würde man
Kriegsgefangene machen und dem internationalen Roten Kreuz gegenüber
Rechenschaft über die Zustände in den Kriegsgefangenenlagern ablegen
müssen. Schon mal was von der Zahl der Kriegsgefangenen gehört?
Nein? Kannst Du auch nicht, denn es gibt keine - alle an Kämpfen beteiligt
sind immer entweder davongekommen oder tot.
Aus all diesen Gründen und noch vielen anderen mehr, darf das dort kein
Krieg sein.

> Wird die Regierungserklärung der
> Kanzlerin endlich Klartext sprechen?


Ganz klar, nein, denn Frau Merkel besitzt überhaupt keine Kompetenzen, dazu
"Klartext" zu sprechen. Sie hat Anweisungen auszuführen und zwar weitgehend
kommentarlos. Im Augenblick ist sie gerade zum Empfang von solchen
Anweisungen in den USA nachdem sie sich in Brüssel von "EU-Partnern" das
O.K. für die nächsten 4 Jahre geholt hat.

mueding
Mit Zitat antworten
  #11  
Alt 11-02-2009, 08:32 PM
Andre Sokolew
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

"Erika Ciesla" schrieb

>> Das ist doch mal Demokratie vom Feinsten. Acht Jahre Krieg hat es
>> gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen. Der Wahlbetrüger wird
>> zum Präsidenten gekürt. Das hätten sicher auch hier einige gerne.

>
> Wie war das nochmal mit Bush, und den Maschinen, die keine Zettel zählen
> können?
>


Warum in der Ferne schweifen?
Wie war das noch mal vor gar nicht allzuviel Tagen in Schleswig-Holstein, wo
DIE LINKE Wahlbetrug zu ihrem Nachteil wittert und auch hinreichende
Indizien vorlgelet hat, die eine zweite Stimmauszählung rechtfertigen
würden, was aber von den nun (u.a. auch deshalb) herrschen Parteien
abgelehnt wird? Da waren es Menschen, die sie Stimmen nicht richtig gezählt
haben, und in den bisher nachgewiesenen Fällen hätten die Fehler immer
zugunsten der CDU gewirkt. Erst fehlten den LINKEN nur (!) 224 Stimmen für
einen zusätzlichen Platz im Parlament. Nach erzwungenen Nach-Auszählungen
wurden 220 zusätzliche Stimmen für DIE LINKE gefunden.
Nun fehlten nur noch 4 Stimmen.
Da wurde die Zweitauszählung gestoppt.

Am Ende entscheiden von der CDU ins Amt gebrachte Menschen darüber, ob
Wahlbezirke, die offensichtlich unstimmige Resultate gemeldet haben, noch
einmal überprüft werden.

Carstensen wird mit dem Vorwurf leben müssen, dass er 2009 nur mit einem
unsininigen und verfassungswidrigen Wahlgesetz zum Amt gekommen ist.
Außerdem ist aktenkundig, dass auch in Deutschland und heute Wahlfälschung
in erheblichen Größenordnungen stattfindet und diese nur durch Ausübung
demokratischer Kontrolle nachgewiesen und korrigiert werden kann. Letzteres
unterscheidet Deutschland von Afghanistan.

Ob Karsai, Carstensen oder Bush - in den Schulbüchern der Bundesrepublik
Deutschland wird stehen, dass der schlimmste Wahlbetrüger Modrow war.
(Echt? Modrow? Der auch?)

Andre

Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 11-02-2009, 09:42 PM
Erika Ciesla
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Mueding schrieb:
> Am Mon, 2 Nov 2009 19:35:11 +0100 schrieb J.P.:
>> Am Mon, 02 Nov 2009 18:29:58 +0100 schrieb Hans Bolte:



>>> Sie kämpfen fürs Rothschildimperium.

>>
>> Mann bist du eine Hohlbirne!

>
> Auch wenn man Bolte nicht immer immer folgen kann, aber wenn er recht hat,
> dann hat er recht.


Hat er nicht. er ahnt zwar was, aber er versteht es nicht. Das erkennt man
daran, daß er sich im Namen irrte, denn es geht mitnichten um die Rothschilds.

Es geht möglicherweise um die Bosse von Krauss-Maffei, Rheinmetall, Walher
und Heckler und Koch, sowie um jene Konzerne, die in und mit Afghanistan
irgendwelche Geschäfte machen wollen, aber keiner von denen heißt Rothschild.

Außer bei _denen_ da, da geht es *IMMER* umd die Rothschilds! Oder genauer
gesagt, um den ewigen Juden, der ja immer an allem Schuld ist. Da wird also
wieder einmal auf das alte Haßobjekt ejakuliert, und die wirklich
verantwortlichen verliert man derweil aus den Augen.

> Wichtig ist ist einzig und allein, dass in der Region die Interessen des
> militärisch-industriellen Komplexes gewahrt sind und diese wiederum dienen
> den Interessen der Wallstreet - der Begriff "Rothschildimperium" ist doch
> nichts weiter als ein Synonym dafür.


Nein, es ist ein Ablenkungsversuch! Alter häßlicher Rassenhaß anstelle
berechtigter und notwendiger Kapitalismuskritik, und das hat bekanntlich
schon einmal in einer Katastrophe geendet.


Glückauf!
Erika Ciesla (QTH: JN49FL)

--
Fährst Du Fahrrad? Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 11-03-2009, 07:46 AM
Robert Jasiek
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

On Mon, 2 Nov 2009 21:43:06 +0100, Mueding <mueding*web.de> wrote:
>Sie werden dort für die Weltmachtambitionen der USA und für die Gewinne des
>Finanzkapitals, welches ja hinter den multinationalen Konzernen steht,
>geopfert.


Auch wenn du weitgehend Recht hast, ist die Sicht doch zu einseitig,
denn der Krieg dient auch dazu, Afghanistan nicht als
uneingeschränktes Terrorcamp und Nuklearlager zuzulassen. Die
Weltgemeinschaft sollte Failed States nicht sich selbst überlassen,
denn sonst werden in absehbarer Zeit terroristische Warlords zu
Atommächten. Man kann einen Failed State allerdings nicht rein
militärisch gewinnen. Darum sind klare und realistische Kriegsziele
und - umfassender - Entwicklungsziele um so wichtiger. Letztere kann
man nicht mit Soldaten erreichen; so etwas funktioniert nur, wenn man
einen Staat vorher vollständig in Schutt un Asche gelegt hat
(Deutschland 1945). An der Friedenskomponente der (deutschen)
Afghanistanpolitik mangelt es leider weitestgehend, denn mit
Ausbildung von Polizisten und Milität nebst Scheindemokratie ist es
nicht getan. Ganz im Gegenteil bringt der hohe militärische Anteil
unserer Politik zu Recht die afghanische Bevölkerung gegen uns auf.

Ob in Afghanistan ein islamisch-fundamentalistischer "Gottesstaat"
herrscht sollte hingegen v.A. ein Anliegen der einheimischen
Bevölkerung sein. Wenn sie sich nicht dagegen wehrt, kann man es auch
mit Bomben nicht verhindern.
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 11-03-2009, 12:13 PM
Ralf Rebel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Robert Jasiek schrieb:
> On Mon, 2 Nov 2009 21:43:06 +0100, Mueding <mueding*web.de> wrote:
>> Sie werden dort für die Weltmachtambitionen der USA und für die Gewinne des
>> Finanzkapitals, welches ja hinter den multinationalen Konzernen steht,
>> geopfert.

>
> Auch wenn du weitgehend Recht hast, ist die Sicht doch zu einseitig,
> denn der Krieg dient auch dazu, Afghanistan nicht als
> uneingeschränktes Terrorcamp und Nuklearlager zuzulassen. Die
> Weltgemeinschaft sollte Failed States nicht sich selbst überlassen,
> denn sonst werden in absehbarer Zeit terroristische Warlords zu
> Atommächten. Man kann einen Failed State allerdings nicht rein
> militärisch gewinnen. Darum sind klare und realistische Kriegsziele
> und - umfassender - Entwicklungsziele um so wichtiger. Letztere kann
> man nicht mit Soldaten erreichen; so etwas funktioniert nur, wenn man
> einen Staat vorher vollständig in Schutt un Asche gelegt hat
> (Deutschland 1945). An der Friedenskomponente der (deutschen)
> Afghanistanpolitik mangelt es leider weitestgehend, denn mit
> Ausbildung von Polizisten und Milität nebst Scheindemokratie ist es
> nicht getan. Ganz im Gegenteil bringt der hohe militärische Anteil
> unserer Politik zu Recht die afghanische Bevölkerung gegen uns auf.
>
> Ob in Afghanistan ein islamisch-fundamentalistischer "Gottesstaat"
> herrscht sollte hingegen v.A. ein Anliegen der einheimischen
> Bevölkerung sein. Wenn sie sich nicht dagegen wehrt, kann man es auch
> mit Bomben nicht verhindern.


Selbst in Deutschland hat es nicht allumfassend geklappt. Es gibt immer
noch ein paar Leute, die geradeaus denken.
Es werden immer mehr, die es auch sagen.
Und je mehr die Krise die Sieger beutelt, um so offener kommen die
Kritiker zu Wort.
Alles was je in der Welt erfunden wurde, Wissenschaftler in Deutschland
hatten es zumindest angedacht.
Wenn auch heute die Geschichte alle Erfindungen nach Ami-Land verlegt,
ohne deutsche Grundlagenforschung führe auch heute noch keine Kutsche
ohne Pferde. Von Raketen zum Mond gar nicht zu reden.
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 11-03-2009, 06:46 PM
Mueding
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wahl wäre "lächerlich"

Am Mon, 2 Nov 2009 22:32:43 +0100 schrieb Andre Sokolew:

> "Erika Ciesla" schrieb
>
>>> Das ist doch mal Demokratie vom Feinsten. Acht Jahre Krieg hat es
>>> gebraucht um diese Demokratie dort hin zu bringen. Der Wahlbetrüger wird
>>> zum Präsidenten gekürt. Das hätten sicher auch hier einige gerne.

>>
>> Wie war das nochmal mit Bush, und den Maschinen, die keine Zettel zählen
>> können?
>>

>
> Warum in der Ferne schweifen?


Wie recht Du doch hast.

> Wie war das noch mal vor gar nicht allzuviel Tagen in Schleswig-Holstein, wo
> DIE LINKE Wahlbetrug zu ihrem Nachteil wittert und auch hinreichende
> Indizien vorlgelet hat, die eine zweite Stimmauszählung rechtfertigen
> würden, was aber von den nun (u.a. auch deshalb) herrschen Parteien
> abgelehnt wird? Da waren es Menschen, die sie Stimmen nicht richtig gezählt
> haben, und in den bisher nachgewiesenen Fällen hätten die Fehler immer
> zugunsten der CDU gewirkt. Erst fehlten den LINKEN nur (!) 224 Stimmen für
> einen zusätzlichen Platz im Parlament. Nach erzwungenen Nach-Auszählungen
> wurden 220 zusätzliche Stimmen für DIE LINKE gefunden.
> Nun fehlten nur noch 4 Stimmen.
> Da wurde die Zweitauszählung gestoppt.
>
> Am Ende entscheiden von der CDU ins Amt gebrachte Menschen darüber, ob
> Wahlbezirke, die offensichtlich unstimmige Resultate gemeldet haben, noch
> einmal überprüft werden.


Nun gibt es in diesem Lande natürlich noch gerichtliche Möglichkeiten,
etwas gegen solche Machenschaften zu unternehmen - aber selbst wenn die
Linke ihren zusätzlichen Platz im schleswig-holsteinischen Parlament
bekäme, was würde es ernsthaft daran ändern, daß es überhaupt zu einem
Wahlbetrug kommen konnte?

> Carstensen wird mit dem Vorwurf leben müssen, dass er 2009 nur mit einem
> unsininigen und verfassungswidrigen Wahlgesetz zum Amt gekommen ist.
> Außerdem ist aktenkundig, dass auch in Deutschland und heute Wahlfälschung
> in erheblichen Größenordnungen stattfindet und diese nur durch Ausübung
> demokratischer Kontrolle nachgewiesen und korrigiert werden kann. Letzteres
> unterscheidet Deutschland von Afghanistan.


Die Kontrollinstanz gab es auch in Afghanistan und sie haben sogar
funktioniert. Was aber nutzen die bestfunktionierenden Kontrollinstanzen,
wenn das Ergebnis ihrer Kontrollen keine Konsequenzen hat?
Wenn es einen Unterschied zwischen Afghanistan und Deutschland geben
sollte, dann würde dieser also maximal darin bestehen, daß nach Aufdeckung
der Aufdeckung eines Wahlbetruges eine entsprechende Korrektur des
Wahlergebnisses erfolgt und das alles Konsequenzen für den Betrüger bzw.
den, durch den Betrug begünstigten hat.
Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob der sinnlose Betrug in
Schleswig-Holstein Korrekturen und Konsequenzen nach sich ziehen wird.

In Afghanistan jedenfalls wird gerade der grundsätzliche Beweis dafür
angetreten, was denn diese ganzen "Demokraten" in Deutschland, aber auch im
Rest der westlichen Welt von Demokratie an sich halten.

Der Wahlbetrug, der einem Karzai den Präsidentenstuhl sichern sollte, kann
als bewiesen angesehen werden.
Nach Abzug der Betrugsstimmen bleibt ihm nicht die erforderliche Mehrheit
für einen Verbleib im Amt des Präsidenten.
Er ist nicht der erforderlichen Mehrheit, nicht einmal von der der
Wahlteilnehmer in seinem Amt bestätigt worden.

Die "Vereinigten Demokratien" des Westen aber wollten einen Karsai als
Marionette behalten und sie werden auch weiterhin über diesen willigen
Kollaborateur verfügen können.
Nachdem der Westen seinen ernsthaftesten Konkurrenten "überzeugen" konnte
(wäre mal interessant, wie teuer sowas ist), auf eine Stichwahl zu
verichten, war der Weg für eine neue Amtszeit Karzais frei.
Wieso eigentlich, wenn ihm doch die erforderlichen Stimmen fehlen?

Es wird also die nächsten Jahre ein Mann Stadthalter des Westens in
Afghanistan sein, der auf völlig undemokratische Weise und ohne den
erforderlichen Rückhalt in der Mehrheit der Bevölkerung einfach im Amt
verbleibt - Afghanistan bleibt die Bananenrepublik, die die Besatzer aus
ihr gemacht haben.

> Ob Karsai, Carstensen oder Bush - in den Schulbüchern der Bundesrepublik
> Deutschland wird stehen, dass der schlimmste Wahlbetrüger Modrow war.
> (Echt? Modrow? Der auch?)


Warum beziehst Du Dich gerade auf die Person Modrow?
Da habe ich keine Befürchtungen, daß auch die anderen Verantwortlichen für
dieses schlimme Kapitel der DDR-Geschichte benannt werden - Krenz und
Honecker nicht ausgenommen. Modrow war doch nichts weiter als einer der
DDR-Bezirksfürsten und nicht weniger und nicht mehr schuldig als alle
anderen Fürsten auch.
Modrow muß also nicht befürchten, als der "schlimmste Wahlbetrüger" in die
Geschichtsbücher einzugehen.
Aber unabhängig davon, wird man sich schon in der Geschichtsschreibung an
die Verbrechen der Neokolonialisten Bush, Obama, Schröder, Merkel, Blair
usw. gut erinnern - lediglich in der politisch korrekten
"Geschichtsschreibung" für die BILDungsbürger wird man eine andere Welt
vorspiegel. Aber hat man das nicht schon immer getan?
Die Menschen, die sich mit sowjetischen Verbrechen, wie dem des
verbrecherischen Überfalls auf Polen 1939, beschäftigten, die auf die Morde
des NKWD in Katyn hinwiesen, wurden als Geschichtsrevisionisten beschimpft.
Aber sie hatten nichts weiter getan, als auf die historische Wahrheit
hingewiesen und sich der politisch korrekten "Wahrheit" verweigert.
Solche Menschen wird es auch in Zukunft geben, keine Sorge.

> Andre


mueding
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